Trauerarbeit der Moderne

Nach dem Ende der (neo)avantgardistischen Bestrebungen vornehmlich in Frankreich und Italien vollzog sich - initiiert durch eine jüngere Autorengeneration - zu Beginn der 1980er Jahre eine Entwicklung hin zum so genannten neuen Erzählen. Dieses begegnet den Entreferentialisierungstendenzen der vorangegangenen Jahre und fordert verstärkt Wirklichkeit in den literarischen Texten ein. Anhand dreier Autorenpoetiken der jüngsten Gegenwartsliteratur zeigt Steffen Richter, dass die Geschichte der literarischen Formen keineswegs ad acta gelegt, sondern dass das von den Avantgarden bereit gestellte Instrumentarium technischer Mittel auf seine Produktivität hin überprüft wurde. Die Probleme, auf welche die Avantgarden literarisch reagierten, liegen in der Disposition der Moderne begründet. Gestützt auf Georg Lukács' Bestimmung der Modernität als ein Aufeinanderbezogensein von kontingenter Welt und problematischem Individuum untersucht Steffen Richter in den Texten von Jean-Luc Benoziglio, Bodo Morshäuser und Daniele del Giudice die Repräsentationen von Kontingenz und Subjektivität. Es wird deutlich, dass die Fragestellungen der Moderne nicht abgegolten sind und die Rede von einer "schönen neuen Welt" der Postmoderne Probleme eher camoufliert als löst.

74,00 CHF

Lieferbar


Artikelnummer 9783824445165
Produkttyp Buch
Preis 74,00 CHF
Verfügbarkeit Lieferbar
Einband Autorenpoetik, Literaturwissenschaft, Poetik, Avantgarden, Postmoderne, Kulturwissenschaft, Morshäuser, Bodo, Trauer, C, Sociology, general, Knowledge - Discourse, biotechnology, Social Sciences, Soziologie, Soziologie, auseinandersetzen, Kartonierter Einband (Kt)
Meldetext Lieferbar in ca. 20-45 Arbeitstagen
Autor Richter, Steffen
Verlag Dt. Universitätsvlg.
Weight 0,0
Erscheinungsjahr 20030130
Seitenangabe 271
Sprache ger
Anzahl der Bewertungen 0

Dieser Artikel hat noch keine Bewertungen.

Eine Produktbewertung schreiben