Naturrecht als utilitaristische Pflichtenethik?

Wie utilitaristisch ist das klassische Naturrecht des 17. und 18. Jahrhunderts? Diese Frage soll Angelika Dreschers Analyse der Grundsätze beantworten, auf denen sechs beispielhaft ausgewählte Naturrechtssysteme beruhen. Pufendorf, Leibniz, Thomasius und Wolff, deren Werke die Naturrechtslehre entscheidend prägten, treten dabei zusammen mit den heute beinahe unbekannten Juristen Johann Balthasar Wernher und Johann Gottlieb Heineccius ins Blickfeld. An ihren Überlegungen wird die zentrale Rolle deutlich, die konsequentialistische Argumentationsweisen in der klassischen Naturrechtslehre spielen. Andererseits zeigt sich aber auch, daß dieses charakteristisch utilitaristische Vorgehen stets mit der Frage nach Gesetzen verbunden ist. Tiefe Skepsis gegenüber der Fähigkeit des Menschen, das wahrhaft Gute zu erkennen, Ablehnung gegenüber einer Interessenverrechnung, die im Mittelpunkt der utilitaristischen Ethik steht, und die Suche nach formalen Kriterien zur moralischen Beurteilung von Handlungen weisen schließlich weg vom Utilitarismus und hin zur deontologischen Ethik Kants, die nur Gesetze als Kriterium der Handlungsbewertung gelten läßt.

72,00 CHF

Lieferbar


Artikelnummer 9783428095575
Produkttyp Buch
Preis 72,00 CHF
Verfügbarkeit Lieferbar
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Meldetext Libri-Titel folgt in ca. 2 Arbeitstagen
Autor Drescher, Angelika
Verlag Duncker & Humblot GmbH
Weight 0,0
Erscheinungsjahr 1999
Seitenangabe 161
Sprache ger
Anzahl der Bewertungen 0

Dieser Artikel hat noch keine Bewertungen.

Eine Produktbewertung schreiben