Hersbruck/Happurg: Großbaustelle für die Kriegswirtschaft

Katalog zum neu eröffneten »Dokumentationsort Hersbruck/Happurg«. Zum Schutz vor Luftangriffen wollte die NS-Führung 1944 die Rüstungsindustrie unter Tage verlagern und startete im fränkischen Happurg ein großangelegtes Bauprojekt: KZ-Häftlinge mussten ein Stollensystem graben - unter Beteiligung namhafter Firmen wie Hochtief, der Siemens Bauunion und der AEG. Auf 200.000 qm Fläche sollten BMW-Flugzeugmotoren hergestellt werden. Im Juli 1944 errichtete die SS am Rand der nahen Kleinstadt Hersbruck eines der größten Außenlager des KZ Flossenbürg. Bis zur Räumung des Lagers im April 1945 waren hier rund 9.000 Häftlinge gefangen. Fast 4.000 von ihnen haben nicht überlebt. Das Bauprojekt in Happurg wurde nie vollendet. Das Lagergelände in Hersbruck wurde nach Kriegsende pragmatisch weitergenutzt und dann planiert. Erst seit den 1980er Jahren befassten sich engagierte Bürger mit dem lange verschwiegenen Thema. Der im Januar 2016 eröffnete »Dokumentationsort Hersbruck/Happurg« lässt nun Besucher den Ort erkunden - hauptsächlich anhand ausführlicher Häftlingsbiographien. Der Begleitband verbindet Ausstellungselemente mit einordnenden Beiträgen zur Geschichte des Außenlagers sowie zur juristischen und memorialen Aufarbeitung.

37,90 CHF

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Artikelnummer 9783835318854
Produkttyp Buch
Preis 37,90 CHF
Verfügbarkeit Lieferbar
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Meldetext Noch nicht erschienen, April 2021
Autor KZ-Gedenkstätte Flossenbürg / Stiftung Bayerische Gedenkstätten
Verlag Wallstein Verlag GmbH
Weight 0,0
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 300
Sprache ger
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